Radio Unerhört Marburg
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Radio Unerhört Marburg ist das freie, nicht-kommerzielle Radio für Marburg und Umgebung.

Radio Unerhört kann auf folgenden Frequenzen empfangen werden:

  • Marburg: Antenne, 90,1 MHz
  • Marburg: Kabel, 107,25 MHz
und im Internet als Live-Stream
 
 
pathway Mittwoch, 10. Februar 2010
RUM-Programmflyer Februar 2010
2010-02-programmflyer Der neue RUM-Programmflyer für Februar 2010 ist erschienen. Viel Spass beim Lesen.
 
2010
2010, das Agenda-Jahr. Erinnert sich noch jemand an die Rot-Grüne Agenda 2010? Nun feiern wir fünf Jahre Hartz IV und die Trittins dieser Welt lassen gewaltige Gedächtnislücken erkennen.
2010 wird aber auch das Jahr der Fußball-WM in Südafrika, des Hessentags in Stadtallendorf, des Themenjahrs „Marburg an DIE Lahn“, der Fortsetzung des Kriegs in Afghanistan, der Wachstumsbeschleunigungskrisenbewältigung, steigender Mieten und Erwerbslosigkeitsraten, der Umgestaltung des Marburger Nordviertels und des Baubeginns der Seilbahn - ach, vielleicht doch nicht.
Immerhin könnte es für RUM ein Jahr ohne eingefrorene Wasserleitung werden. Die Dezember-Frostperiode lässt jedenfalls hoffen, dass die betreffenden Baumaßnahmen erfolgreich waren. (Dafür sei im übrigen auch mal Danke gesagt)
2010 wird also eine Menge passieren - und Radio Unerhört wird das eine oder andere Thema davon aufgreifen. Und wenn euch ein Thema fehlt, dann könnt ihr es gerne selbst ins Programm einbringen.
Im Januar schauen wir z.B. auf die Akti- vitäten des Marburger Widerstandsbünd- nisses und lassen 10 Jahre dissidente Hochschulpolitik Revue passieren.
Und sonst? Schaut einfach selbst nach.
 
Freie Radios in Sachsen befürchten Abschaltung
Offener Brief von ColoRadio, Radio Blau und Radio T (Dokumentation)

Am 13.10. hat das Sächsische Gemeinschaftsprogramm GmbH & Co KG, der Betreiber von Apollo Radio, die Kooperationsvereinigungen mit den 3 sächsischen Freien Radios, Radio blau aus Leipzig, Radio t aus Chemnitz und coloRadioaus Dresden, gekündigt.
Mit dem Abschalten der sächsischen Freien Radios würden Medien mit lokaler Verankerung, die für Nicht- Berufsjournalisten zugangsoffen sind, verschwinden. Die nichtkommerziellen Lokalradios transportieren lokale Kultur, nischenhafte Subkultur und Diskussionen, wie sie im öffentlichrechtlichen und privaten Rundfunk oft keine Chance haben und leisten einen medienpädagogischen Beitrag.

Damit die Freien Radios auch 2010 weiter senden können, fordern wir.
  1. die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) auf, auf die Fortführung des bisherigen Modells der Kostentragung durch den kom- merziellen Radioveranstalter, der die Mantelfrequenz betreibt, und damit zur Existenzsicherung der freien Radios hinzuwirken, ggf. die Mantelfrequenz auch neu zu auszuschreiben,
  1. dass die SLM ab 2010 die Sende- und Leitungskosten der nichtkommerziellen Lokalradios in Sachsen übernimmt, wie es auch in anderen Bundesländern geschieht und dass eine ggf. dafür notwendige Änderung des Sächsischen Privatrundfunkgesetzes (SächsPRG) rechtzeitig umgesetzt wird.
Die 3 sächsischen Radios betreiben derzeit auf den Apollofrequenzen wöchentlich ein 49stündiges Fensterpro- gramm. Die Sächsische Gemeinschaftsprogramm GmbH & Co KG trägt dabei im Wesentlichen die Sende- und Leitungskosten der 3 sächsischen Freien Radios. Mit der Kündigung der Kooperationsvereinbarungen müssten die Freien Radios ab Januar abschalten, da die hauptsächlich ehrenamtlich von Vereinen betriebenen Radios die Sende- und Leitungskosten nicht selbst aufbringen könnten.
Die Finanzierung der Freien Radios durch den Privatsender ist zustandegekommen, weil in Sachsen im Gegen- satz zu anderen Bundesländern bisher der politische Wille gefehlt hat, nichtkommerzielle Lokalradios als dritte Säule der Rundfunklandschaft zu fördern. Apollo hatte sich damals zur Kooperation bereit erklärt, um eine Zulassung für das gemeinsam von den Sächsischen Privatrundfunkveranstaltern betriebene Programm zu erlangen. Damit war es gelungen, außersächsische Konkurrenz vom Werbemarkt fernzuhalten.
Dieser Beweggrund ist nun entfallen, da die SLM mit der Begründung der nahen geplanten Abschaffung des Ukw Empfanges im Jahr 2015 keine freiwerdenden Frequenzen mehr neu ausschreibt.
 
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